Nautilus

Live Act Jazz Improvisation
Nautilus - Jazz Improvisation Live Act in Leipzig

Nautilus Short Info

NAUTILUS

Hayden Chisholm Altsaxofon
Jürgen Friedrich Klavier
Robert Lucaciu Kontrabass
Philipp Scholz Schlagzeug

CD Infrablue // Two Rivers Records // May 2016

Forscherdrang verbindet diese Personen.
Philipp Scholz geht konsequent sicher auf unausgetretenem Pfad. Robert Lucaciu steckt den grossen Rahmen ab und mikroskopiert Miniaturen. Jürgen Friedrich legt Kompositionen frei und entdeckt neue Gesetzmässigkeiten. Und Hayden Chisholm transformiert die Kenntnis fremder Kulturen in klingende Weisheit.

" … eine Welt zwischen Wachsein und Traum. "
Ruprecht Langer, Kreuzer online

Als würde eine Blüte sich öffnen
Glücksfälle sind nicht unbedingt planbar. Manchmal aber ergeben sie sich, wenn die Bedingungen stimmen. Bassist Robert Lucaciu und Schlagzeuger Philipp Scholz sind als rege Organisatoren Konstrukteure solcher Bedingungen. In vielerlei Konstellationen sind sie überdies ein bestens eingespieltes Duo für den tieferen Grund und die detailscharfe Basis diverser Bands. Als Aktivposten der Leipziger Szene weit über das Umfeld der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy hinaus sprühen sie vor Ideen. Eine ihrer besten war es, für Konzerte innerhalb ihrer „Reihe2“ den Saxofonisten Hayden Chisholm und den Pianisten Jürgen Friedrich einzuladen.
In Neuseeland geborener Weltbürger ist der eine mit Wohnsitzen in New York, Barcelona, Berlin, aktuell in Belgrad und Köln. Unterwegs hat er seinen ganz eigenen Ton entwickelt. Mild ist der, geschmeidig, mikrotonal, abstrakt und doch unverwechselbar sinnlich. Nils Wograms Root 70 hat er ihn ebenso eingespeist wie einigen der besten Platten des Rockweisen David Sylvian oder des elektronischen Soundbastlers Burnt Friedman. Klänge für Rebecca Horns Installationen hat er geschaffen und immer wieder neue Umgebungen für seine Klangarchitekturen.
Auch für Jürgen Friedrichs „Monosuite“ für Streichorchester und Jazzquartett war er die Saxofonstimme. Friedrich lehrt Komposition in Mannheim und Piano in Köln. Er denkt in Konzepten von größerem Zuschnitt, liebt weite Strukturen, die er wach und facettenreich füllt. Er sucht die Reduktion auf Wesentliches in spannenden Konstellationen und das Abenteuer auch in kleinen Bands. Mit Lucaciu und Scholz hat er schon gejammt, da waren sie noch keine zwanzig, weil er als Jurymitglied vom Schlagzeugspiel des Philipp Scholz beeindruckt war. Später haben sich die beiden vorgenommen, Friedrich nicht nur als Komponisten in eine musikalische Liaison mit Chisholm zu bringen, sondern in einem Livequartett – ein unerschrocken ambitioniertes Unterfangen. Vom Start weg war es gar nicht erst ihr Plan, die Sternstunde mit gängigen Standards zu verschenken. Vielmehr agiert dieses faszinierende Quartett auf einem Abenteuerspielplatz im Offenen.
Die Räume sind nicht zugestellt, mal irrlichtern ein paar Töne aus einer César Franck-Sonate durch die Szenerie, mal Andeutungen von Jazzpattern, mal Songhaftes, immer ist man eng beeinander, wenn man die Stückstorys fortschreibt. Aus winzigen kompositorischen Informationen wird in gegenseitigem Geben und Nehmen ein ganz und gar eigener Sound destilliert. Die Musik schillert und schimmert in tausendundeiner Nuance. Sie schreitet souverän voran, ohne an Notenblättern oder anderen Vereinbarungen zu kleben. Ein Workflow ist das, ein intimes Reagieren fern der Geschwätzigkeit.
Hier muss nicht solistisch aufgetrumpft werden. Hier gibt es keine Kraftmeierei, kein Höher-Schneller-Weiter. Vielmehr zählt das sensible Reagieren, der freie Flug der Ideen, das traumwandlerische Vorwärts in einem intimen Abenteuer miteinander. Das Wir ist dem Ich übergeordnet. Immer neue Konstellationen entwickeln sich in diesen milden Aufbrüchen, in diesem betörenden Fluss, in diesem linden und doch kraftvollen Zusammenschmelzen der Ideen.
Doch die vielleicht größte Qualität dieser präzise spontanen Musik ist es, wie sich ihre kluge Dringlichkeit dem Hörer mitteilt. Spannung, Sensibilität und Ereignisfülle laden ein, dieser hoch emotionalen Reise zu folgen, einzutauchen in dieses sensibel austarierte Geflecht aus Klängen. Die Schönheit dieser Musik öffnet sich wie eine Blüte. Das Abrufen von Vorgefertigtem ist ihr ebenso fremd wie das Beflissene. Was zählt, ist die ausgewogene Ausdehnung des Moments. Hin und wieder nur gibt es diese Glücksfälle.
Ulrich Steinmetzger

Hayden Chisholm, ursprünglich aus Neuseeland, lebt heute in Köln und Belgrad. Seit über 10 Jahren gehört er als Multiinstrumentalist zur vordersten Front der europäischen Musikszene. Er besuchte und studierte Kulturen in aller Welt, hat das mikrotonale Spiel auf dem Saxofon perfektioniert, spielt mit dem Posaunisten Nils Wogram und Root 70 und komponierte Musik für viele Werke der Aktionskünstlerin Rebecca Horn. Im Kinofilm "Sound of Heimat" begibt er sich als Protagonist auf die Suche nach der Folklore Deutschlands. Er kuratiert ein eigenes Festival im Kölner Loft, gründete das Live Musik Label plushmusic.tv und veröffentlichte kürzlich eine 13-CD-Box mit eigenen Arbeiten. 2013 wurde er mit dem SWR Jazzpreis ausgezeichnet.
www.haydenchisholm.net

Jürgen Friedrich hat Klavier und Komposition in Köln studiert und reiste auch oft in die Jazzmetropole New York. Er ging mit Kenny Wheeler auf Tour (CD Summerflood), spielte mit John Hébert und Tony Moreno (CD Pollock) und komponierte Musik für Streichorchester und Improvisatoren (CD Monosuite, featuring Hayden Chisholm, Achim Kaufmann, John Hébert, John Hollenbeck). Als Pianist des Cologne Contemporary Jazz Orchestra CCJO ist er an zahlreichen Uraufführungen im Kölner Stadtgarten und im WDR beteiligt. Aktuelle Projekte sind das Improvisationsduo Nano Brothers mit Johannes Ludwig, und das Klaviertrio Reboot mit David Helm und Fabian Arends. Er unterrichtet Klavier an der Musikhochschule Köln und betreut den Masterstudiengang für Komposition und Arrangement an der Musikhochschule Mannheim. Für seine Arbeit als Komponist erhielt der den Gil Evans Award for Jazz Composition.
www.juergenfriedrich.net

Robert Lucaciu hat in Abgrenzung zu seiner Sozilisation mit klassischer Musik seine eigene Musiksprache in experimenteller Musik und freier Improvisation gefunden. Sein Bassspiel ist beeinflusst von Mark Dresser, Barry Guy, Sebastian Gramss und Larry Grenadier. Eine wichtige Prägung auf ihn haben aber auch Komponisten wie Ives, Bartok und Messiaen. Als Jazzbassist ist er vielseitig, streicht ebenso virtuos wie er zupft, und beschäftigt sich mit alternativen Spieltechniken. Er studierte Kontrabass in Leipzig und ist Hauptinitiator der Konzerte im Liveclub Telegraf sowie der Konzertreihe Reihe2. Mit Philipp Scholz ist er als Rhythmusgruppe in zahlreichen Projekten aktiv, u.a. in den Bands PLOT und Das blaue Pony. Er spielte mit Werner Neumann, Rudi Mahall, Claudio Puntin und war mehrmals Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
www.robertlucaciu.de

Philipp Scholz brach die Schule ab, um Musik zu studieren, und zwar in Dresden und Leipzig. Mit seinem eleganten und kreativen Spiel bereichert er nun schon seit Jahren die aktive Leipziger Szene in Projekten wie PLOT (CD Heimarbeit), Das blaue Pony (CD Zweigedanken), Spielvereinigung Süd und Castravez. Er spielte im Jugendjazzorchester Sachsen, im Bujazzo, und mit Musikern wie Richie Beirach, Pepe Berns, Gabriel Coburger, Johannes Enders, Michael Griener, Achim Kaufmann, Uli Kempendorff, Heinrich Köbberling, Rudi Mahall, Werner Neumann, Yves Theiler und Thomas Zoller. Mit Robert Lucaciu bildet er eine der eingespieltesten Rhythmusgruppen Deutschlands. Er gewann den Jugend Jazzt Wettbewerb 2007 und verschiedene Solistenpreise.
www.philipp-scholz.de

CD Release May 2016 on Two Rivers Records

As If a Blossom Were to Open
You cannot really plan strokes of luck. Sometimes they just happen when the conditions are right. As lively organizers, bassist Robert Lucaciu and drummer Philipp Scholz construct such conditions. In many different constellations, moreover, they are a well-rehearsed duo for the deeper foundation and highly detailed basis of many bands. As assets of the Leipzig music scene far beyond the surroundings of the University of Music and Theatre »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, they bubble over with ideas. One of their best ones was to invite the saxophonist Hayden Chisholm and pianist Jürgen Friedrich for concerts as a part of their series “Reihe2.”
Born in New Zealand, Chisholm has lived in New York, Barcelona, Berlin, currently in Belgrade and Cologne: in other words, a citizen of the world. While traversing these places, he developed his own sound: mild, supple, microtonal, abstract and yet unmistakably sensuous. He fed it into Nils Wogram’s Root 70 as he did with several of the best records by the rock sage David Sylvian or the electronic tinkerer Burnt Friedman. He created sounds for Rebecca Horn’s installations and has continuously made new surroundings for his sound architectures. For Jürgen Friedrich’s “Monosuite” for String Orchestra and Jazz Quartet, Chisholm also played the saxophone part.
Friedrich teaches composition in Mannheim and piano in Cologne. He tailors his concepts in a grand scale, loves wide structures, which he fills, making them alive and multifaceted. He seeks a reduction to the essential in enthralling constellations and adventure, also in small bands. He already jammed with Lucaciu and Scholz when they were not even twenty, since, as a jury member, he was impressed with Philipp Scholz’s drumming. Later Lucaciu and Scholz planned not only to establish a musical liaison between Friedrich as a composer and Chisholm, but also a live quartet – a fearless, ambitious venture. From the very start, it wasn’t their plan, however, to give this magic moment away to established standards. Much more, this fascinating quartet acts on an adventurous playground in open space.
And the spaces have not been blocked off, for a few tones from a César Franck sonata flit about through the scenery, as do suggestions of jazz patterns as well as something songlike – everything is always close together when they continue to tell their stories. From tiny compositional information, they distill out a unique sound in mutual giving and taking. Their music dazzles and shimmers in a thousand and one nuances. It moves forward with aplomb and without sticking to sheets of notation or other agreements. It is a work flow, an intimate reacting far from blathering about.
Here no one needs to trump the other as a soloist. Here no one swaggers around, there’s no higher-faster-farther. Much more, there’s a sensitive reaction, a free flight of ideas, as they uncannily push forward into an intimate adventure with each other. The “I” has been subordinated to the “we.” New constellations develop, again and again, in this mild break-out, in this beguiling flux, in this gentle and yet powerful melding of ideas.
And yet perhaps the greatest quality of this precisely spontaneous music is how its clever urgency makes its way to the listener. Excitement, sensitivity and a wealth of events invite everyone to follow this highly emotional journey, to dive into this sensitively balanced network made out of sounds. The beauty of this music opens up like a blossom. Retrieving something prefab is as foreign to it as is being overzealous. What counts is the balanced expansion of the moment. Once and awhile there are these strokes of luck ....
Ulrich Steinmetzger

NAUTILUS

Hayden Chisholm Altsaxofon
Jürgen Friedrich Klavier
Robert Lucaciu Kontrabass
Philipp Scholz Schlagzeug

CD Infrablue // Two Rivers Records // May 2016

Forscherdrang verbindet diese Personen.
Philipp Scholz geht konsequent sicher auf unausgetretenem Pfad. Robert Lucaciu steckt den grossen Rahmen ab und mikroskopiert Miniaturen. Jürgen Friedrich legt Kompositionen frei und entdeckt neue Gesetzmässigkeiten. Und Hayden Chisholm transformiert die Kenntnis fremder Kulturen in klingende Weisheit.

" … eine Welt zwischen Wachsein und Traum. "
Ruprecht Langer, Kreuzer online

Als würde eine Blüte sich öffnen
Glücksfälle sin...

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Nautilus on Tour

  • 06 | 04 | 2017 Bird`s Eye Basel

Past Gigs Nautilus

  • 05 | 2016 Philippuskirche Leipzig
  • 05 | 2016 Seidlvilla München
  • 06 | 2015 Unterfahrt München
  • 06 | 2015 Loft Köln
  • 06 | 2015 Cave 61 Heilbronn
  • 06 | 2015 Moers Museum
  • 06 | 2015 Pianosalon Christophori
  • 06 | 2015 Golem Hamburg
  • 06 | 2015 Jazzclub Leipzig
  • 06 | 2015 Jazzclub Tonne Dresden
  • 04 | 2015 jazzahead! Bremen
  • 01 | 2014 Loft Köln
  • 01 | 2014 NaTo Leipzig
  • 01 | 2014 Bastion Kirchheim
  • 01 | 2014 Saxstall Pohrsdorf

Discography Nautilus

  • 2016 CD Infrablue EP | Two Rivers Records

Media

  • Media Infrablue
  • Video Aquarius - Nautilus
  • Video jazzahead! 2015 - Nautilus

Origin

  • Leipzig DE

Founded

  • 2014

Members

  • Hayden Chisholm Saxophon
  • Jürgen Friedrich Piano
  • Robert Lucaciu Bass
  • Philipp Scholz Schlagzeug

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