6 Tipps für das perfekte Band-Logo

Marketing muss sein!


Viele Musiker sträuben sich dagegen, sich mit Themen wie dem Marketing oder Social Media auseinanderzusetzen. Schließlich soll es um das Eigentliche gehen, und zwar die Musik. Vielleicht fehlen euch aber auch einfach die Ideen für ein wirklich kreatives und einzigartiges Marketing. Denn selbst, wenn ihr euch dazu durchringen könnt, eine Webseite zu erstellen, auf sozialen Netzwerken Präsenz zu zeigen oder ein eigenes Logo zu designen, ist das noch nicht genug. Es kommt nicht nur auf das „Ob“ an, sondern auf das „Wie“. Mit dem Logo ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn dieses steht zu Beginn einer jeden erfolgreichen Marketing-Kampagne. Aber warum ist es überhaupt wichtig?

Logo braucht ihr ein Logo


Hat eure Band einen Namen gefunden, so braucht ihr erst einmal ein Logo. Daran gibt es keinen Zweifel! Wenn ihr dennoch welche habt, sollten euch folgende Gründe für ein Band-Logo vom Gegenteil überzeugen:

  • Ein Logo hat großen Wiedererkennungswert.
  • Das Logo kann in vielerlei Marketing-Tools eingesetzt werden.
  • Euer Logo hängt später an den Wänden eurer Fans.
  • Mit dem Logo könnt ihr Guerilla-Marketing-Kampagnen starten.
  • Das Logo verleiht euch eine einzigartige Identität.
  • Es kann potenzielle neue Fans auf euch neugierig machen.
  • Ein Logo ist euer Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Bands.
  • Eure Fans werden loyaler und machen Werbung für euch…

…indem sie beispielsweise euer Logo auf dem T-Shirt tragen, es in der Universität in die Bücher malen, es in ihrem Facebook-Profil als Titelbild einstellen, und, und, und. Bestenfalls ist euer Logo plötzlich überall. Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch machen all diese Beispiele deutlich, wie wichtig ein Logo für eure Band ist. Es stellt einen großen Schritt in Richtung Professionalität dar. Fragt euch doch einfach: Hat irgendeine von euren Lieblingsbands kein Logo? Die Antwort lautet gewiss „Nein“ und vermutlich kennt ihr auch jedes dieser Logos in- und auswendig: vom Plattencover, Fanshirt oder der Webseite. Spätestens, wenn ihr euch als Band einen professionellen Auftritt im Web anlegt, wird das Logo endgültig unverzichtbar. Es verleiht ihr nämlich ihre Identität und stellt den Ankerpunkt für das Design dar. Das Logo ist sozusagen die Krone auf eurer Webseite. Es kommt also nicht nur darauf an, dass ihr ein Logo habt, sondern auch auf dessen Gestaltung.
Unabhängig, ob der eigene Webauftritt programmiert oder auf eine einfache Lösung des Homepagebaukastens zurückgegriffen wird: Die Homepage stellt eure Visitenkarte nach außen dar.

Von Sand und Zehen


Ein gutes Logo hat einige Merkmale, die von dem Produkt unabhängig sind. Auf gut Deutsch: Es ist eigentlich egal, ob es sich um ein Band-Logo handelt oder um eines für ein Getränk, für Spielsachen, eine Dienstleistung & Co. Es gibt viele berühmte Logos auf der Welt, die vormachen, wie bedeutend es für die Bekanntheit einer Marke sein kann und ja, auch eure Band ist sozusagen eine „Marke“. Das wohl wertvollste Logo der Welt gehört Nike, obwohl es eigentlich nur ein simpler Haken ist. Es folgt der angebissene Apfel von Apple und das geschwungene „M“ einer berühmten Fast-Food-Kette. Ein genauerer Blick auf die Geschichte dieser Logos zeigt aber, dass sich diese im Laufe der Jahre verändert haben und tendenziell immer schlichter wurden. Das hat einen simplen Grund.

Ein gutes Logo könnt ihr mit dem großen Zeh in den Sand malen, lautet ein berühmter Grundsatz für das Logo-Design und viele große Marken machen vor, wie es geht: Die Deutsche Bahn, Audi oder eben McDonald’s. Bei einem Logo gilt es also, möglichst viel Aussagekraft in ein möglichst simples Symbol zu verpacken und dabei auch noch sicherzustellen, dass keine Rechte verletzt werden. Denn ist das Logo zu nah an einem bereits bestehenden und eingetragenen Logo einer anderen Marke, kann es schnell zu rechtlichen Schwierigkeiten kommen. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, einen Profi in Sachen Logo zu Rate zu ziehen beziehungsweise für das Design zu beauftragen. Niemand hat schließlich behauptet, das Design eines Band-Logos sei einfach. Machbar ist es aber allemal.

Guide zum „perfekten“ Logo


Folgende Tipps sollen euch also dabei helfen, das „perfekte“ Logo für eure Band zu kreieren, sei es auf eigene Faust oder eben doch mit professioneller Hilfe:

  • Die richtige „Art“ von Logo finden: Erst einmal müsst ihr euch darauf einigen, welche Art von Logo ihr benötigt. Es wird unterschieden zwischen einem Marken-, einem Wort-, einem Zeichen-Logo oder einem Emblem. Sinnvoll ist häufig die Kombination aus einem möglichst schlichten Marken-Logo wie dem „Haken“ von Nike und einem Wort-Logo als Verbindung mit eurem Band-Namen. So habt ihr für jeden Bedarf das passende Logo zur Hand, wobei diese beiden Grafiken natürlich unverkennbar zusammengehören müssen.

  • Eine Farbgebung festlegen: Anschließend müsst ihr eine oder mehrere Farben herausfiltern, welche das Logo haben sollte. Wichtig ist, dass ihr dabei deren Wirkung beachtet. Denn Farben haben stets eine Aussagekraft, welche von euren (potenziellen) Fans bewusst oder unbewusst wahrgenommen wird. So steht Gelb beispielsweise für Optimismus, Grün für Ruhe, Blau für Vertrauen, Orange für Freundlichkeit, Rot für Aufregung und Violett für Kreativität. Kein Wunder also, dass sich für verschiedene Stilrichtungen in der Musik auch unterschiedliche Farben für die Logos etabliert haben, beispielsweise eben das Rot im Bereich Heavy Metal. Wichtig ist somit, dass die Farbe zu eurer Musik und eurer Identität als Band passt.

  • Die Musikrichtung in eine Stilrichtung umwandeln: Etabliert haben sich aber nicht nur bestimmte Farben, sondern auch gewisse Stilrichtungen je nach Musikrichtung. Um beim Beispiel Heavy Metal zu bleiben, handelt es sich oft um sehr harte Kanten, Zacken und Ecken. Beliebt sind zudem Totenköpfe, Feuer, Gitarren oder christliche Symbole. Prinzipiell sind euch aber keine Grenzen gesetzt und ihr könnt euer Logo auch bewusst ungewöhnlich wählen, um eure Zielgruppe neugierig zu machen.


Bei der Auswahl der Farbgebung sollten Farben gewählt werden, die sich im Stil eurer Musik bereits etabliert haben.

  • Ein individuelle Persönlichkeit verpacken: Anders sein und aus der Masse herausstechen: genau darum geht es schließlich bei einem guten Logo. Es muss individuell sein und eure Persönlichkeit als Band widerspiegeln, beziehungsweise die eurer Musik. Fragt euch also erst einmal, wer ihr seid und was ihr mit eurer Musik bewirken möchtet. Dies erleichtert euch die Suche nach dem perfekten Symbol für euer Logo.

  • Das Logo muss für sich selbst sprechen: Denn dieses Symbol sollte, wie bereits erwähnt, so simpel wie möglich sein, dennoch aber eine große Aussagekraft besitzen. Diese kann ein Gefühl sein, eine Geschichte oder eine Idee. Das Symbol im Logo muss euch selbst, aber natürlich auch eure Zielgruppe ansprechen und ihr im Gedächtnis bleiben.

  • Designer beauftragen lohnt sich: Für Laien ist es eine schwierige Aufgabe, diese Aussagekraft sowie Identität in ein Logo nach dem Motto „Keep it simple“ zu verpacken. Deshalb solltet ihr darüber nachdenken, einen erfahrenen Designer für den Entwurf von Logo, Emblem & Co zu beauftragen. Es handelt sich um eine Investition, welche sich definitiv lohnen wird und die meist nur im niedrigen dreistelligen Bereich liegt.

Nun könnt und solltet ihr das Logo auf allen Kanälen einsetzen, sowohl online als auch offline. Nutzt es für eure kreativen Fan-Artikel, Marketing-Kampagnen, Social-Media-Präsenzen, Plattencover und all jene Produkte, die auch nur im Entferntesten mit euch zusammenhängen. Streut das Logo, indem ihr es auf Flyer druckt und diese verteilt oder indem eure Aufkleber das Stadtbild schmücken oder auf Give-Aways, z.B. USB-Sticks, platziert. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos und kreative Ideen zahlen sich in vielen Fällen aus. Wenn dann auch noch das Eigentliche, sprich eure Musik, überzeugen kann, habt ihr einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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